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Die Analyse der Stimmung

TRADERS' Talk

Die Bundestagswahl in Deutschland ist vorbei und die Märkte haben sie scheinbar ruhig hingenommen. Doch welche Stimmungen herrschen im Vorfeld einer Wahl und wie beeinflussen diese das Trading? Wir sprachen mit Peter Rosenstreich, Head of Market Strategy bei Swissquote, und Jean-Luc Jaquier, Managing Director des EPFL Social Media Lab, über ihre innovative Sentimentanalyse.

TRADERS': Im Rahmen der Bundestagswahl lancierte Swissquote den #DE30 Social-Sentiment-Index, der gemeinsam mit dem Social Media Lab der EPFL (École polytechnique fédérale de Lausanne) entwickelt wurde. Was kann sich ein Trader darunter vorstellen beziehungsweise wie wird dieser Index gebildet? Und wie hat er vor und während der Bundestagswahl funktioniert?

Jaquier: Der Index fasst die in den sozialen Medien geäußerten Meinungen der Anleger und Händler zum deutschen Aktienindex und dessen Mitgliedern zusammen und wertet sie aus. Aus diesem Sentiment wird dann ein einzelner Index gebildet, der auf der Gewichtung der Unternehmen im DAX basiert. Ein Algorithmus identifiziert optimistische und pessimistische Meinungen der Anleger zu den Aktien, die mithilfe künstlicher Intelligenz interpretiert werden. Die Performance des Sentimentindex zeigte während der Bundestagswahl ein hohes Maß an Bullen und Stabilität, was das weltweite Vertrauen in Deutschlands Wirtschaft und Politik widerspiegelt.

TRADERS´: Können Sie uns bitte in einfachen Worten erklären, was künstliche Intelligenz ist und wie die Auswertung der Stimmung damit funktioniert? Und was steckt in diesem Zusammenhang hinter der natürlichen Sprachverarbeitung?

Jaquier: Das Prinzip der AI (Artificial Intelligence) besteht darin, aus den gesammelten Daten zu lernen und dadurch eine höhere Genauigkeit bei der Stimmungsauswertung zu ermöglichen. Im Einzelnen kombiniert der Algorithmus eine Textanalyse mit einer Kontextanalyse. Erstere erfasst die tatsächliche Stimmung, die im Text ausgedrückt wird, also zum Beispiel ob der Analyst einem Index oder einem Unternehmen gegenüber bullisch oder bärisch eingestellt ist. An diesem Punkt kommt die natürliche Sprachverarbeitung zum Einsatz. Dabei handelt es sich um Methoden, die es Maschinen erlaubt, zu „verstehen“, über was Menschen reden. Somit soll in der Kontextanalyse verstanden werden, welches Gefühl mit dem Inhalt ausgedrückt wird, also wie und in welchem Kontext der Inhalt geteilt wurde. Das ist der entscheidende Indikator, um die Genauigkeit der Stimmungsmessung zu erhöhen.

TRADERS´: Gerade vor wichtigen Ereignissen wie der Bundestagswahl am 24. September gibt es eine Menge Emotionen am Markt. Wie können Trader das Sentiment für ihre Handelsentscheidungen nutzen und was müssen sie hierbei unbedingt beachten?

Rosenstreich: Wahlen sind von Übertreibungen und reißerischen Headlines geprägt, was keine guten Bedingungen für den Handel bietet. Durch Falschmeldungen entsteht eine emotionale Neigung, die das Trading beeinflusst. Der Sentimentindex soll das Rauschen filtern und eine leicht verständliche und analysierbare Maßeinheit darstellen. Zusätzlich ermöglichen Technologien und Technik dem Trader, die Stimmung am Markt in Echtzeit zu „spüren“.

TRADERS´: Der Einsatz künstlicher Intelligenz steht in der Finanzwelt noch am Anfang. Wie möchte Swissquote diese weiter voranbringen? Können Sie uns schon einen Ausblick geben, was Sie mit der künstlichen Intelligenz einmal erreichen möchten?

Rosenstreich: Aktuell sind AI und ML (Machine Learning) auf die Unterstützung der Kunden beschränkt – es handelt sich um Tools, die dem Trader dabei helfen sollen, besser zu traden. In der Zukunft wäre eine Umstellung auf das Handels- und Portfolio-Management denkbar. Unsere QAM-Abteilung (Quantitative Asset Management) ist seit über zehn Jahren im Bereich Robo-Advisory tätig und sucht kontinuierlich nach Möglichkeiten, wie man AI und ML einsetzen und dadurch Gewinne erhöhen beziehungsweise Risiken vermindern kann. Ebenso könnten auch Verschiebungen an den Märkten vorhergesagt werden, um so die Portfolioverteilung anzupassen.

TRADERS´: Was ist das A und O erfolgreichen Tradings – besonders beim Handel mit Hebelprodukten? Wie können gerade Einsteiger die schwierigsten Hürden meistern, um nachhaltig erfolgreich zu handeln?

Rosenstreich: Übertrieben hohe Erwartungen an Hebelprodukte gehören mitunter zur größten Hürde für Einsteiger. Ich höre ständig wilde Erwartungen auf ungeheuerlich hohe tägliche, monatliche und jährliche Renditen. Unrealistische Erwartungen verleiten Trading-Einsteiger dazu, Positionen einzugehen, die sie nicht handhaben können.

 
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